1837 - 1920
Peitan, Emil Woldemar, geb. 12. März 1837 Laudohn in Livland, wo sein Vater Volksschullehrer war, erhielt seinen ersten Unterricht im elterlichen Hause und 1848 – 51 im Hause seines Vaterbruders P. Aug. Peitan in Lubahn, wurde 1851 – 56 in der Pensionsanstalt des P. Heinr. Eberh. Bergmann zu Lasdohn zur Univ. vorbereitet und stud. 1856 – 61 in Dorpat Philol. und Theol., grad. Stud. Hierauf war erHauslehrer 1861 – 62 zu Sarkser in Estland und 1862 – 65 zu Neu=Laizen und Schloss Lubhan in Livland, bestand die Consist=Exam. 1865 beim livl. Consist. Und hielt das prakt. Jahr bei P. Peitan in Lubahn. Am 18. Sept. 1866 wurde er in Mitau zum Adj. des P. Alb Tiling in Kreuzburg ard. Und blieb in dieser Stellung bis 1871, wo er am 1. Sept. Adj. des Witebsker Gouv.=Predigers und P. zu Polotzk Fr. V. Heinleth wurde. Bis 1875 war er gleichzeitig auch Religionslehrer am Militär=Gymnas. in Polotzk, musste aber 1. Mai d. J. diese Stelle aufgeben, weil er seiner Wohnsitz als Adj. nach Witebsk zu verlegen hatte. Hieraus war er 2. Jan 1877 bis 15. Juni 1878 Vicar in Kreutzburg, 4. Juli 1878 bis 31. Dec. 1879 Adj. des P. Heinr. E. Bernewitz in Würzau und wurde 1. Jan 1880 dessen Nachfolger als P. in Würzau, wo ihn 24. Juni d. J. der Dobelensche Propst Rutkowski introd. Er blieb unvermählt. Von 1883 – 86 war er Mitredacteur der Latw. Awises. Am 1. Jan. 1905 trat er vom Amte zuruck und lebt seitdem in Livland.